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24.02.2015

ITTF World Tour: Vladi und Szocs vorn



Bei den hochkarätig besetzten Qatar Open in Doha, dem am Sonntag zu Ende gegangenen, mit insgesamt 220.000 Dollar dotierten Turnier der ITTF World Tour Super Series, haben TIBHAR-Spieler Akzente setzen und zwei Titel gewinnen können.

So wusste Vladimir Samsonov, dem man seine 38 Jahre überhaupt nicht anmerkt, sondern der im Gegenteil immer besser zu werden scheint, im Herren-Einzel zu glänzen. Der an Position vier gesetzte „Vladi“ gewann das Turnier in Doha, zum zweiten Mal übrigens nach 2003. Nach souveränen Siegen über Li Hu (Singapur), Bastian Steger (Deutschland), Joao Monteiro (Portugal) und einem ganz starken 4:0 gegen den an zwei gesetzten Weltranglisten-Achten Chuang Chih-Yuan (Taiwan) zog der aktuelle Weltranglisten-Zwölfte verdient ins Finale ein.

Dort war mit dem Sechsten des ITTF-Rankings, Dimitrij Ovtcharov, eine ganz hohe Hürde zu meistern. Doch der hochgewachsene, sympathische Weißrusse, der seit zwei Jahrzehnten zu den besten und populärsten Tischtennisspielern der Welt zählt, zeigte gegen den amtierenden Europameister, der die Setzliste in Doha anführte, eine Spitzen-Leistung. Er agierte mit dem nötigen Biss, aber auch großer Nervenstärke und taktischer Cleverness, um seinen Triumph perfekt zu machen. In fünf Sätzen (11:9, 11:8, 15:13, 6:11, 11:9) behauptete sich Samsonov, der besonders in den engen Durchgängen imponierte, da er immer noch eine kleine Schippe drauflegen konnte, wenn es auf des Messers Schneide stand. So auch im letzten Durchgang, in dem Ovtcharov zwar einen 3:7-Rückstand zum zwischenzeitlichen 9:9-Ausgleich egalisieren konnte, doch ein hellwacher Samsonov genau im richtigen Moment die passende Antwort parat hatte und den Sack mit 11:9 zumachte.

In keinem einzigen Match musste der verdiente Turniersieger mehr als einen Satz abgeben – eine außergewöhnlich starke Leistung. Und das trotz Hüftproblemen, die „Vladi“ jedoch dank der guten Arbeit eines russischen Physiotherapeuten im Turnier kaum mehr zu schaffen machten. Samsonov freute sich über den nicht eingeplanten Titel: „Ich hatte eigentlich nicht erwartet, dieses Jahr hier gewinnen zu können, aber es lief bei mir optimal und ich spielte vom Turnierbeginn an sehr gut.“ Der ITTF-Rekordhalter, für den es der World-Tour-Sieg Nummer 27 seiner an Erfolgen so reichen Karriere war, ergänzte:

„Das Endspiel war für uns beide nicht leicht, da Dima und ich in einer Mannschaft spielen und jeder die Stärken und Schwächen des anderen sehr genau kennt. Doch ich bin damit diesmal besser klargekommen.“

Bojan Tokic mit guter Leistung
Auch Bojan Tokic, slowenischer Bundesligaprofi des 1. FC Saarbrücken TT, wusste am Persischen Golf zu gefallen. Tokic, der sich in der Qualifikation nicht die geringste Blöße gegeben und ohne Satzverlust geblieben war, ließ in der ersten Hauptrunde dem Nigerianer Quadri Aruna, Publikumsliebling des World Cups 2014 in Düsseldorf, beim 4:1 keine echte Chance. Im Achtelfinale musste er sich dann allerdings dem Turnier-Mitfavoriten Chuang Chih-Yuan geschlagen geben. Samsonov und Tokic spielten auch zusammen Doppel, scheiterten jedoch im Viertelfinale knapp an den Brasilianern Calderano/Tsuboi.

U 21-Triumph für Bernadette Szocs
Ein vorzügliches Turnier spielte die 19-jährige Rumänin Bernadette Szocs. Die an Position fünf gesetzte Weltranglisten-73. gewann überraschend den U21-Wettbewerb. Nach einem klaren Achtelfinalsieg über Huang Yu-Chiao (Taiwan) traf sie im Viertelfinale auf die Topfavoritin Doo Hoi Kem (Hongkong) und brachte das Kunststück fertig, ihre an eins gesetzte Gegnerin nach 0:2-Satzrückstand noch in fünf Durchgängen zu schlagen. Nun war der Weg frei. Im Halbfinale ließ Szocs der an vier gesetzten Zhou Yihan (Singapur) nicht den Hauch einer Chance, so dass es zum Endspiel gegen die an drei gesetzte Weltranglisten-48. Lin Ye, ebenfalls aus Singapur, kam – im U21-Ranking steht Lin (13.) aktuell zehn Plätze vor Szocs (23.).

Und das Finale wurde zum echten Thriller mit Happyend für TIBHAR-Vertragsspielerin Bernadette Szocs, die sich mit 11:7, 5:11, 10:12, 11:6 und 14:12 die Goldmedaille sicherte. Die strahlende Siegerin gab zu Protokoll: „Ich hatte nichts zu verlieren, da meine Gegnerin ein gutes Stück vor mir im Ranking steht. Deshalb war ich recht locker und habe einfach nur versucht, gutes Tischtennis zu spielen. Umso schöner, dass es zum Sieg gereicht hat!“



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